smart #2 vorgestellt: 19.990€ Zweisitzer mit 290 km [2026]
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Nach rund zweieinhalb Jahren Pause ist der kleinste Stadtwagen von smart zurück. Auf dem Pariser Autosalon feierte der smart #2 am 12. Oktober 2026 seine Weltpremiere, und mit ihm kehrt ein Fahrzeugkonzept auf den Markt, das viele Branchenbeobachter schon für ausgestorben hielten: der ultrakompakte, vollelektrische Zweisitzer für die Innenstadt. Berichtet wurde die Vorstellung unter anderem von heise.de und golem.de, die den Zweisitzer übereinstimmend als direkten Nachfolger des einstigen smart fortwo einordnen.
Für die deutsche Automobilbranche ist die Rückkehr des smart #2 mehr als eine Randnotiz. Sie fällt in eine Phase, in der Hersteller über die Zukunft des Kleinstwagens streiten, während Städte gleichzeitig enger und voller werden. Mit einem Einstiegspreis von 19.990 Euro positioniert sich smart bewusst unterhalb vieler Kompakt-Elektromodelle und greift damit eine Preisklasse an, die zuletzt von chinesischen Herstellern dominiert wurde.
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smart #2: Die wichtigsten Fakten zur Weltpremiere
Der smart #2 ist laut offizieller Mitteilung des Herstellers ein vollelektrischer Zweisitzer, der gezielt für den Stadtverkehr entwickelt wurde. Die Weltpremiere fand auf dem Pariser Autosalon statt, einem der traditionsreichsten Automobil-Events Europas. Nach Angaben von smart misst der Wagen 2.746 Millimeter in der Länge, laut heise wird die Länge in der Berichterstattung teils vereinfacht mit 2,75 Metern angegeben. Beide Werte beschreiben denselben außergewöhnlich kompakten Grundriss, der den smart #2 deutlich kürzer macht als praktisch jedes andere aktuell verkaufte Elektroauto in Deutschland.
Technisch setzt smart auf ein Layout, das an die Ursprünge der Marke erinnert: Der Elektromotor leistet 60 kW und sitzt laut heise im Heck, der Antrieb erfolgt über die Hinterachse. Dieses Rear-Engine-Rear-Drive-Konzept war schon beim klassischen smart fortwo das stilprägende Merkmal und sorgt für enge Wendekreise, die den Wagen für das Einparken in dicht bebauten Innenstädten prädestinieren. Die Batterie ist eine 35,8-kWh-LFP-Zelle, also eine Lithium-Eisenphosphat-Variante, die gegenüber klassischen NMC-Akkus als robuster und günstiger in der Zellchemie gilt.
Die Reichweite nach WLTP-Norm gibt smart mit 290 Kilometern an, bei einem Verbrauch von 13,4 kWh pro 100 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 140 km/h, der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 11,6 Sekunden. Diese Werte zeigen deutlich, wofür der smart #2 konzipiert wurde: nicht für die Autobahn, sondern für den Stop-and-go-Verkehr der Stadt, wo Beschleunigungswerte in diesem Bereich im Alltag kaum auffallen.
Preise und Ausstattungslinien in Deutschland
Für den deutschen Markt nennt smart vier Ausstattungsvarianten mit klar gestaffelten Preisen. Das Einstiegsmodell Pure kostet 19.990 Euro, die Pure+-Version 20.990 Euro. Darüber rangiert die Premium-Variante für 24.490 Euro, und als zeitlich limitiertes Topmodell bietet smart die Couture Edition für 25.690 Euro an. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Modell liegen damit knapp 5.700 Euro, was angesichts der kompakten Fahrzeugklasse eine relativ breite Preisspanne markiert.
Bereits das Basismodell Pure ist nach Angaben des Herstellers überraschend gut ausgestattet. Serienmäßig an Bord sind bidirektionales Laden nach dem V2L-Standard (Vehicle to Load), mit dem sich externe Geräte direkt über das Auto mit Strom versorgen lassen, außerdem ein Totwinkel-Warner, eine Rückfahrkamera, LED-Scheinwerfer und ein adaptiver Tempomat. Dass smart diese Funktionen nicht erst den teureren Modellen vorbehält, unterscheidet die Markteinführung von vielen Wettbewerbern, die Assistenzsysteme häufig in teure Optionspakete verschieben.
| Ausstattung | Preis (Deutschland) | Besonderheit |
|---|---|---|
| Pure | 19.990 € | Einstiegsmodell, inkl. V2L und Fahrassistenz |
| Pure+ | 20.990 € | Erweiterte Komfort-/Ladeausstattung |
| Premium | 24.490 € | Gehobene Ausstattungslinie |
| Couture Edition | 25.690 € | Limitierte Sonderedition |
Technische Daten im Überblick
Die folgende Tabelle fasst die von smart offiziell kommunizierten und von heise bestätigten technischen Eckdaten des smart #2 zusammen. Sie bildet die Grundlage für die weiter unten folgende Einordnung gegenüber anderen Elektro-Kleinwagen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Fahrzeugtyp | Vollelektrischer Zweisitzer für die Stadt |
| Länge | 2.746 mm (offizielle Herstellerangabe) |
| Motorleistung | 60 kW |
| Antrieb | Heckmotor, Hinterradantrieb |
| Batterie | 35,8 kWh, LFP-Zellchemie |
| WLTP-Reichweite | 290 km |
| WLTP-Verbrauch | 13,4 kWh/100 km |
| Höchstgeschwindigkeit | 140 km/h |
| 0–100 km/h | 11,6 Sekunden |
| Einstiegspreis Deutschland | 19.990 € (Pure) |
Warum smart jetzt wieder auf den Zweisitzer setzt
Der klassische smart fortwo war über Jahre das Sinnbild des Stadtautos, verschwand aber aus dem europäischen Portfolio, als sich die Marke unter chinesisch-deutscher Führung zunächst auf größere SUV-Modelle konzentrierte. Dass smart nun wieder einen Zweisitzer bringt, lässt sich als Rückbesinnung auf die ursprüngliche Markenidentität lesen. Der Hersteller selbst betont, dass der smart #2 die Kernwerte der Marke in einem besonders herausfordernden Stadtsegment demonstrieren soll.
Tong Xiangbei, Global CEO von smart, beschreibt den Schritt in einer Stellungnahme als mehr als die Rückkehr einer vertrauten Silhouette: „The smart #2 is more than the return of a familiar silhouette; it is a demonstration of what our teams can achieve in the most demanding urban segment. Its World Premiere in Paris, followed by launches in Europe and China, opens an important new chapter for our global product family.“ Die Aussage ist hier im Original nachzulesen und macht deutlich, dass smart den Zweisitzer nicht als Nischenprodukt, sondern als strategisches Signal für die gesamte Modellpalette versteht.
Auch Kang Yi, Global CMO von smart, ordnet den Wagen markenstrategisch ein: „The smart #2 expresses our core D.N.A. in a very pure way: Designed with Love, No Compromise on Safety, and Amazing Drives. It is small in footprint, but big in personality.“ Diese drei Markenwerte, Design, Sicherheit und Fahrerlebnis, tauchen in der Kommunikation von smart seit Jahren auf, werden mit dem #2 aber erstmals wieder an einem Zweisitzer festgemacht, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht.
Noch deutlicher wird Wolfgang Ufer, CEO von smart Europe, der die Rückkehr des Konzepts zeitlich einordnet: „The time is right for the next chapter of the smart two-seater.“ Diese Einschätzung, dokumentiert auf electrek.co, verweist auf ein verändertes Marktumfeld: steigende Energiepreise, wachsender Platzmangel in Innenstädten und eine neue Generation günstiger LFP-Akkus, die kompakte Elektroautos erstmals wieder wirtschaftlich attraktiv machen.
Markteinordnung: Wen der smart #2 herausfordert
Der europäische Markt für Elektro-Kleinstwagen ist in den letzten Jahren stark umkämpft, vor allem durch günstige Modelle chinesischer Hersteller. Mit einem Einstiegspreis von 19.990 Euro positioniert sich der smart #2 in einem Preissegment, das bislang kaum von etablierten europäischen oder westlichen Marken bedient wurde. Während viele Hersteller ihre günstigsten Elektromodelle inzwischen bei 25.000 bis 30.000 Euro ansiedeln, unterschreitet smart diese Marke deutlich und signalisiert damit, dass Kompaktheit nicht automatisch mit einem Aufpreis einhergehen muss.
Interessant ist der Vergleich zur eigenen Modellgeschichte: Der smart fortwo electric drive der letzten Generation kam ebenfalls auf eine ähnliche Fahrzeuglänge, erreichte aber bei weitem nicht die Reichweite von 290 Kilometern, die der neue #2 nach WLTP-Norm erzielt. Das liegt vor allem an der LFP-Batterietechnik, die gegenüber den älteren NMC-Zellen des Vorgängers sowohl günstiger in der Produktion als auch in der Regel langlebiger im Alltagsbetrieb ist. Für Kunden bedeutet das: mehr Reichweite pro eingesetztem Euro Batteriekosten als bei der Vorgängergeneration.
Auch im breiteren Kontext der Mobilitätswende ist die Positionierung bemerkenswert. Während sich ein Teil der Automobilindustrie derzeit auf größere SUV-Studien konzentriert, zeigt beispielsweise Fiats Multiplay-Studie, die ebenfalls in Paris vorgestellt wurde, einen gegenläufigen Trend hin zu multifunktionalen, größeren Fahrzeugkonzepten. Der smart #2 setzt dem bewusst ein kompaktes Gegenmodell entgegen und wettet darauf, dass der Platzbedarf in europäischen Großstädten langfristig wichtiger wird als maximale Variabilität.
Historischer Kontext: Vom fortwo zum #2
Die Geschichte des Zweisitzers bei smart reicht bis in die späten 1990er-Jahre zurück, als der ursprüngliche smart fortwo als radikal kurzes Stadtauto auf den Markt kam. Über mehrere Generationen hinweg blieb das Grundkonzept erhalten: extrem kurze Karosserie, Motor im Heck, Fokus auf Wendigkeit statt Reichweite. Mit der Elektrifizierung der Marke unter dem chinesisch-deutschen Joint Venture von Mercedes-Benz und Geely verschob sich der Fokus zunächst auf größere, SUV-ähnliche Modelle wie den smart #1 und den smart #3, die auf eine internationalere Zielgruppe abzielten als der ursprüngliche Zweisitzer.
Dass die Marke nun mit dem #2 wieder zu ihren Wurzeln zurückkehrt, lässt sich auch als Reaktion auf Kundenfeedback lesen. Laut smart selbst sei die Rückkehr des Zweisitzers bereits seit Herbst 2025 angekündigt gewesen, die Weltpremiere in Paris markiert nun den Abschluss dieser Ankündigungsphase. Der Name #2 reiht sich dabei bewusst in die bestehende Nomenklatur der Marke ein, die mit #1 und #3 bereits etabliert wurde, auch wenn der Zweisitzer chronologisch der eigentliche Markenursprung ist.
Was Branchenbeobachter aus den Zahlen lesen
Die Kombination aus 290 Kilometern Reichweite und einem Einstiegspreis unter 20.000 Euro ist für ein Elektroauto mit westlichem Markennamen ungewöhnlich günstig kalkuliert. Zum Vergleich: Viele Kompaktklasse-Stromer, die eine ähnliche oder sogar geringere Reichweite bieten, kosten in Deutschland eher im Bereich von 23.000 bis 28.000 Euro. Der entscheidende Unterschied liegt in der Fahrzeuggröße. Der smart #2 ist als reiner Zweisitzer deutlich kompakter und leichter als klassische Viersitzer-Kleinwagen, was sich unmittelbar auf die benötigte Batteriekapazität und damit auf die Kosten auswirkt.
Die Entscheidung für eine LFP-Batterie statt der bei smart bislang üblichen NMC-Zellen ist ebenfalls ein wirtschaftliches Signal. LFP-Zellen verzichten auf Kobalt und Nickel, was die Rohstoffkosten senkt und die Lieferketten weniger abhängig von volatilen Rohstoffmärkten macht. Für einen Hersteller, der im Niedrigpreissegment bestehen will, ist das ein naheliegender Schritt, auch wenn LFP-Zellen bei gleicher Kapazität tendenziell etwas schwerer sind als NMC-Alternativen.
Auffällig ist zudem, dass smart bereits die Basisversion Pure mit bidirektionalem Laden über V2L ausstattet. Diese Funktion erlaubt es, das Fahrzeug als mobile Stromquelle zu nutzen, etwa um Elektrogeräte im Außeneinsatz zu versorgen. Dass eine solche Funktion nicht den teureren Modellen vorbehalten bleibt, deutet darauf hin, dass smart V2L inzwischen als Basiserwartung der Kundschaft und nicht mehr als Premium-Feature einstuft. Ähnliche Verschiebungen bei der Grundausstattung zeigen sich derzeit auch in anderen Hardware-Segmenten: Beim Microsoft Surface Laptop Ultra etwa wandern KI-Beschleuniger, die vor kurzem noch Premium-Modellen vorbehalten waren, inzwischen in die Serienausstattung.
Vergleich zu anderen aktuellen Elektro-Kleinwagen
Um die Positionierung des smart #2 besser einordnen zu können, lohnt ein Blick auf die Eckdaten, die der Hersteller und die berichtenden Medien bislang bestätigt haben, im Vergleich zu den allgemein bekannten Eigenschaften der Fahrzeugklasse der Elektro-Kleinstwagen. Die folgende Tabelle beschränkt sich bewusst auf die Werte, die in den Herstellerangaben zum smart #2 vorliegen, und ordnet sie in Kategorien ein, die für Kaufinteressenten in Deutschland relevant sind.
| Kategorie | smart #2 (Pure) | Einordnung |
|---|---|---|
| Einstiegspreis | 19.990 € | Unter der 20.000-Euro-Marke, ungewöhnlich günstig für ein E-Auto etablierter Marke |
| Reichweite (WLTP) | 290 km | Ausreichend für den täglichen Stadt- und Pendelverkehr |
| Fahrzeuglänge | 2.746 mm | Deutlich kürzer als reguläre Kleinwagen, optimiert für enge Parklücken |
| Antriebsleistung | 60 kW | Ausreichend für Stadttempo, nicht auf Autobahntauglichkeit ausgelegt |
| Batterietechnologie | 35,8 kWh LFP | Kostengünstiger und langlebiger als klassische NMC-Zellen |
Diese Tabelle zeigt, dass smart beim #2 konsequent auf das ursprüngliche Markenversprechen setzt: ein Fahrzeug, das nicht mit möglichst vielen Features um jeden Preis punktet, sondern mit einem klar abgesteckten Nutzungsprofil für die Stadt. Wer regelmäßig Langstrecken fährt, ist mit dem #2 nicht die Zielgruppe, wohl aber Pendler, Carsharing-Flotten und Stadtbewohner ohne eigene Garage.
Offene Fragen zum Marktstart
Trotz der detaillierten technischen Angaben bleiben einige Fragen zum konkreten Marktstart offen. Ein genaues Datum für den Beginn der Auslieferungen in Deutschland über die Weltpremiere hinaus wurde nach aktuellem Stand der Berichterstattung nicht bestätigt. Auch die exakte Schreibweise einzelner Ausstattungsbezeichnungen kann sich bis zur tatsächlichen Markteinführung noch leicht ändern, wie es bei Fahrzeugpremieren auf Automessen häufiger vorkommt. Käufer, die einen konkreten Liefertermin benötigen, sollten sich daher an die offiziellen Angaben der smart-Händler vor Ort wenden, sobald diese veröffentlicht werden.
Unklar ist bislang auch, wie stark sich die Nachfrage nach dem #2 auf andere Modelle der smart-Palette auswirkt. Sollte sich das Konzept des günstigen Stadtzweisitzers als erfolgreich erweisen, ist denkbar, dass auch andere Hersteller ihre Kleinstwagen-Strategie überdenken, nachdem viele Marken sich zuletzt aus diesem Segment zurückgezogen hatten, weil es als wirtschaftlich zu riskant galt.
Marktauswirkungen für die deutsche Automobilbranche
Für den deutschen Markt ist die Rückkehr des smart #2 auch deshalb relevant, weil sie in eine Phase fällt, in der die Debatte um bezahlbare Elektromobilität neu an Fahrt gewinnt. Während größere Elektro-SUVs und -Limousinen in den letzten Jahren tendenziell teurer wurden, bleibt die Nachfrage nach kompakten, günstigen Stadtfahrzeugen bestehen, insbesondere in Ballungsräumen wie Berlin, München oder Hamburg, wo Parkraum knapp und teuer ist. Der Einstiegspreis von 19.990 Euro könnte hier eine psychologische Schwelle markieren, die andere Hersteller unter Druck setzt, ihre eigenen Einstiegsmodelle nachzuschärfen.
Gleichzeitig zeigt die Entscheidung für eine LFP-Batterie, dass sich diese Zellchemie, die in Europa noch vor wenigen Jahren als exotische Variante galt, inzwischen auch bei europäischen Premiummarken durchsetzt. Für Zulieferer und Batteriehersteller ist das ein Signal, verstärkt in LFP-Produktionskapazitäten in Europa zu investieren, anstatt sich ausschließlich auf NMC-Chemie zu konzentrieren. Langfristig könnte das auch die Preise für andere Kompaktklasse-Elektroautos drücken, da LFP-Zellen in der Herstellung tendenziell günstiger sind. Der Trend zu günstigeren, aber leistungsfähigeren Komponenten lässt sich auch im Hardware-Markt für Grafikchips beobachten, wo etwa im direkten Vergleich zwischen RTX 5070 und RX 9070 der Preisdruck zwischen den Herstellern spürbar zunimmt.
Einordnung in die Elektromobilitäts-Debatte 2026
Die Vorstellung des smart #2 fällt in ein Jahr, in dem die Debatte um die Zukunft der Elektromobilität in Deutschland und Europa von mehreren Seiten geführt wird: Förderkürzungen, steigende Ladestrompreise, aber auch sinkende Batteriekosten prägen die öffentliche Diskussion gleichermaßen. In diesem Umfeld positioniert sich smart bewusst als Gegenentwurf zu immer größeren und teureren Elektro-SUVs. Der Zweisitzer adressiert damit eine Zielgruppe, die ohnehin selten lange Strecken fährt und für die ein zweites oder drittes Fahrzeug im Haushalt ausreichend kompakt und günstig sein soll.
Ob sich dieses Konzept 2026 besser durchsetzt als beim ursprünglichen fortwo, hängt maßgeblich davon ab, wie gut smart die Balance zwischen Preis, Reichweite und Alltagstauglichkeit trifft. Die vorliegenden Daten, 290 Kilometer Reichweite bei knapp 20.000 Euro Einstiegspreis, deuten darauf hin, dass der Hersteller aus den Schwächen der Vorgängergeneration gelernt hat, bei der die Reichweite häufig als größter Kritikpunkt genannt wurde.
Vorhersagen: Wie sich der smart #2 entwickeln könnte
- Der Einstiegspreis von 19.990 Euro wird voraussichtlich andere Hersteller kompakter Elektroautos dazu zwingen, ihre eigenen Basismodelle preislich nachzuschärfen, insbesondere im stark umkämpften Kleinstwagensegment.
- Die LFP-Batterietechnologie dürfte sich bei weiteren kompakten Elektromodellen europäischer Marken durchsetzen, da sie Kostenvorteile gegenüber NMC-Zellen bietet und die Abhängigkeit von Kobalt- und Nickel-Lieferketten reduziert.
- Carsharing-Anbieter in deutschen Großstädten könnten am #2 Interesse zeigen, da seine kompakten Maße und das günstige V2L-Feature ideal für kurze Innenstadtfahrten und flexible Flottennutzung sind, ähnlich wie sich auch bei kompakten Gaming-Handhelds zeigt, dass kleinere Formfaktoren und niedrigere Einstiegspreise neue Käuferschichten erschließen.
- Die serienmäßige Ausstattung mit Assistenzsystemen bereits in der Basisversion dürfte zum neuen Mindeststandard werden, dem sich Wettbewerber in dieser Preisklasse kaum noch entziehen können.
- Sollte der #2 kommerziell erfolgreich sein, ist mit weiteren Investitionen von smart in das Zweisitzer-Segment zu rechnen, möglicherweise auch mit Sondereditionen über die bereits angekündigte Couture Edition hinaus.
Was Käufer vor einer Bestellung wissen sollten
Wer sich für den smart #2 interessiert, sollte die vier Ausstattungslinien genau gegeneinander abwägen. Der preisliche Unterschied zwischen Pure und Pure+ beträgt lediglich 1.000 Euro, was den Aufpreis für die zusätzliche Ausstattung vergleichsweise moderat erscheinen lässt. Der Sprung zur Premium-Variante für 24.490 Euro fällt mit 3.500 Euro deutlich größer aus, hier lohnt sich ein genauer Blick auf die zusätzlichen Komfort- und Sicherheitsmerkmale, die der Hersteller in dieser Stufe anbietet.
Auch die Fahrzeuggröße sollte bei der Kaufentscheidung eine zentrale Rolle spielen. Mit nur zwei Sitzen und einer Länge von 2.746 Millimetern ist der smart #2 explizit kein Familienauto, sondern ein Zweitwagen oder Pendlerfahrzeug für den urbanen Alltag. Wer regelmäßig mehr als eine Person transportieren muss, sollte sich eher an den größeren Modellen smart #1 oder smart #3 orientieren, die beide bereits länger auf dem deutschen Markt verfügbar sind. Für Haushalte, die ohnehin bereits in vernetzte Hardware investieren, etwa in Apples kommenden Smart-Home-Hub, dürfte die V2L-Funktion des smart #2 ein zusätzliches Argument liefern, da sich das Fahrzeug im Alltag auch als mobile Stromquelle für Geräte zu Hause nutzen lässt.
Häufig gestellte Fragen zum smart #2
Wann wurde der smart #2 vorgestellt?
Die Weltpremiere fand am 12. Oktober 2026 auf dem Pariser Autosalon statt, wie unter anderem heise.de und golem.de berichteten.
Was kostet der smart #2 in Deutschland?
Die Preise beginnen bei 19.990 Euro für die Pure-Version und reichen bis 25.690 Euro für die limitierte Couture Edition.
Welche Reichweite hat der smart #2?
Nach WLTP-Norm gibt smart die Reichweite mit 290 Kilometern an, bei einem Verbrauch von 13,4 kWh pro 100 Kilometer.
Welche Batterie verbaut smart im #2?
Zum Einsatz kommt eine 35,8-kWh-Batterie mit LFP-Zellchemie (Lithium-Eisenphosphat), die als kostengünstiger und langlebiger gilt als klassische NMC-Akkus.
Wie schnell ist der smart #2?
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 140 km/h, der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 11,6 Sekunden. Der Motor leistet 60 kW und treibt die Hinterräder an.
Ist der smart #2 der Nachfolger des smart fortwo?
Der smart #2 greift das Konzept des klassischen Zweisitzers wieder auf, nachdem die Marke rund zweieinhalb Jahre keinen reinen Zweisitzer mehr im Programm hatte. Offiziell wird er als Reinvention des urbanen Zweisitzers vermarktet.
Welche Ausstattung ist bereits im Basismodell enthalten?
Schon die Pure-Version bietet bidirektionales Laden (V2L), Totwinkel-Warner, Rückfahrkamera, LED-Scheinwerfer und adaptiven Tempomat serienmäßig.
Wann startet der Verkauf in Deutschland?
Ein konkretes Datum für den Verkaufsstart über die Weltpremiere hinaus ist bislang nicht offiziell bestätigt. Interessenten sollten die Ankündigungen der smart-Händler verfolgen.
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Tobias Krüger ist Reporter für Hardware und Gaming bei TrendinTech und testet Grafikkarten, Prozessoren, Konsolen und Peripherie, während er zugleich die deutsche Spielebranche beobachtet. Tobias legt Wert auf reproduzierbare Messungen, klare Vergleiche und ehrliche Urteile, die Leserinnen und Lesern bei der Kaufentscheidung helfen.
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