WhatsApp-Update: Nachrichten bis 14 Tage planen [2026]
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Wer kennt es nicht: Eine Nachricht ist fertig formuliert, aber der richtige Versandzeitpunkt liegt noch in der Zukunft – ein Geburtstagsglückwunsch um Mitternacht, eine Erinnerung an das Team-Meeting am Montagmorgen. Genau dieses Problem will WhatsApp jetzt lösen. Wie das Fachportal t3n.de am 12. Oktober 2026 berichtete, testet der Facebook-Mutterkonzern Meta eine neue Funktion namens „Scheduled Messages“, auf Deutsch geplante Nachrichten. Sie soll es erlauben, Texte, Links, Fotos und Videos vorzubereiten und automatisch zu einem selbst gewählten Zeitpunkt zu verschicken.
Für die Software-Branche ist das mehr als eine nette Komfortfunktion in einer Messaging-App. Geplante Nachrichten sind ein Baustein, den Konkurrenten wie Telegram längst anbieten, und ihre Einführung bei WhatsApp dürfte Auswirkungen auf Milliarden Nutzer weltweit haben. Dieser Artikel ordnet ein, was aktuell bekannt ist, wie die Funktion technisch funktioniert, welche Lücken noch offen sind und was das für den Massenmarkt sowie für den beruflichen Einsatz von Messaging-Software bedeutet.
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WhatsApp testet geplante Nachrichten in der Android-Beta
Laut Angaben des auf WhatsApp spezialisierten Portals WABetaInfo wird die Funktion für geplante Nachrichten derzeit schrittweise an ausgewählte Beta-Tester der Android-App verteilt. Zugänglich ist sie über die Beta-Version 2.26.40.7, die über den Google Play Store ausgespielt wird. Wichtig dabei: Von einer allgemeinen Verfügbarkeit für alle Nutzer kann noch keine Rede sein. Es handelt sich um einen klassischen gestaffelten Rollout, wie ihn WhatsApp regelmäßig nutzt, um neue Funktionen zunächst im kleinen Kreis zu erproben, bevor sie breiter ausgerollt werden.
Auch das Tech-Blog borncity.com bestätigte die Beobachtung und ordnete sie als Teil eines größeren Testlaufs in der Android-Beta ein. Für Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet das konkret: Wer nicht am öffentlichen Beta-Programm von WhatsApp teilnimmt, wird die neue Planungsfunktion vorerst nicht in der eigenen App finden. Ein Termin für die generelle Freigabe wurde bislang von keiner der berichtenden Quellen genannt.
So funktioniert die neue Planungsfunktion im Detail
Die Bedienung wurde bewusst einfach gehalten. Nutzer tippen ihre Nachricht wie gewohnt in ein Chatfenster, drücken anschließend aber nicht einfach auf Senden, sondern halten die Sende-Schaltfläche gedrückt. Dadurch öffnet sich ein Auswahlmenü, in dem Datum und Uhrzeit für den Versand festgelegt werden können, wie es sowohl WABetaInfo als auch borncity.com beschreiben. Unterstützt werden nach aktuellem Stand Textnachrichten, Links sowie Fotos und Videos. Dokumente sind in den bisherigen Berichten nicht als unterstützter Inhaltstyp genannt.
Sobald der gewünschte Zeitpunkt festgelegt ist, übernimmt die App den Rest: Die Nachricht wird automatisch zugestellt, auch wenn die App zu diesem Zeitpunkt geschlossen ist. Das ist ein relevanter Unterschied zu einfachen Erinnerungsfunktionen, die lediglich eine Benachrichtigung auslösen, aber keinen eigenständigen Versand vornehmen. Nutzer müssen also nicht aktiv am Smartphone sein oder die App extra öffnen, damit die geplante Nachricht pünktlich verschickt wird.
Zeitfenster: Von zehn Minuten bis zu zwei Wochen im Voraus
Besonders aufschlussreich sind die Grenzwerte, die für die Terminierung gelten. Laut WABetaInfo und borncity.com liegt der früheste mögliche Versandzeitpunkt zehn Minuten nach der aktuellen Uhrzeit. Am anderen Ende des Spektrums lässt sich eine Nachricht bis zu zwei Wochen im Voraus planen. Dieses Zeitfenster deckt damit die gängigsten Alltagsszenarien ab: von der kurzfristigen Erinnerung in einer Stunde bis zur Geburtstagsnachricht, die bereits Wochen vorher vorbereitet wird.
Die Zehn-Minuten-Untergrenze dürfte technische Gründe haben. Sie verhindert vermutlich, dass sich Sofortnachrichten und geplante Nachrichten im Hintergrundsystem der App überschneiden und zu Fehlzustellungen führen. Ob sich diese Werte bis zu einer möglichen späteren allgemeinen Verfügbarkeit noch ändern, ist nicht bekannt. Beta-Funktionen bei WhatsApp werden erfahrungsgemäß häufig in mehreren Iterationen nachjustiert, bevor sie den Status einer festen Funktion erhalten.
Verwaltung: Geplante Nachrichten im Chat-Info-Bildschirm
Ein zentraler Baustein der neuen Funktion ist ihre Verwaltung. Nach den Angaben von WABetaInfo und borncity.com werden bereits terminierte Nachrichten in einem eigenen Bereich innerhalb des Chat-Informationsbildschirms angezeigt. Dort lassen sie sich einsehen, bearbeiten oder vor dem eigentlichen Versand wieder löschen. Das ist ein wichtiger Unterschied zu einer reinen Einweg-Terminierung: Nutzer behalten die Kontrolle über bereits geplante Inhalte, bis der Versand tatsächlich erfolgt.
Diese Übersichtsfunktion dürfte in der Praxis besonders bei mehreren parallel geplanten Nachrichten relevant werden – etwa wenn jemand gleich mehrere Geburtstagsgrüße oder Terminerinnerungen für die kommenden Tage vorbereitet. Ohne eine zentrale Verwaltung würde schnell der Überblick verloren gehen, welche Nachricht an wen und wann verschickt wird. Die Entscheidung von WhatsApp, einen eigenen Bereich dafür im Chat-Info-Bildschirm zu schaffen, zeigt, dass die Funktion nicht als einfacher Nebeneffekt, sondern als eigenständiges Werkzeug gedacht ist.
Die Einschränkung bei Gruppenchats
Eine Besonderheit betrifft Gruppenchats. Laut borncity.com wird eine geplante Nachricht nur an jene Gruppenmitglieder zugestellt, die zum Zeitpunkt der Planung bereits Teil der Gruppe waren. Wer also zwischen Planung und tatsächlichem Versand neu zur Gruppe hinzukommt, erhält die zuvor terminierte Nachricht nicht. Das klingt nach einem technischen Detail, hat aber praktische Konsequenzen für größere Gruppen mit wechselnder Mitgliederzahl, etwa in Vereinen, Schulklassen oder Projektteams.
Diese Logik unterscheidet sich von der Zustellung regulärer Nachrichten, die grundsätzlich an alle aktuellen Mitglieder zum Zeitpunkt des Versands gehen. Aus Sicht von Administratoren größerer Gruppen bedeutet das: Wer eine Ankündigung für ein zukünftiges Gruppenevent vorbereitet, sollte die Mitgliederliste kurz vor dem geplanten Versand noch einmal prüfen, falls zwischenzeitlich neue Personen eingeladen wurden. Weder WABetaInfo noch borncity.com nennen bislang Angaben dazu, ob sich dieses Verhalten bis zum finalen Rollout noch ändert.
Warum WhatsApp jetzt auf Planungsfunktionen setzt
Der Zeitpunkt der Tests ist kein Zufall. WhatsApp steht unter wachsendem Druck, mit Funktionen etablierter Konkurrenten mitzuhalten, die solche Planungstools längst anbieten. Gleichzeitig verändert sich die Art, wie Menschen Messenger nutzen: Statt reiner Sofortkommunikation übernehmen Apps wie WhatsApp zunehmend Aufgaben, die früher Kalender- oder Erinnerungs-Apps vorbehalten waren. Das Portal PC-WELT beschreibt die Funktion als eine, die sich Nutzer „seit Jahren“ gewünscht hätten, was auf eine lange und wiederholt geäußerte Nachfrage aus der Community hindeutet.
Für Meta als Konzern hinter WhatsApp ist jede neue Funktion, die die Verweildauer und Nutzungsintensität der App erhöht, von strategischem Interesse. Je mehr Aufgaben Nutzer direkt in WhatsApp erledigen können, ohne auf andere Apps auszuweichen, desto stärker wird die Plattform in den digitalen Alltag eingebunden. Geplante Nachrichten passen damit in eine Linie von Funktionserweiterungen der vergangenen Jahre, die WhatsApp von einem reinen Chat-Werkzeug zu einer umfassenderen Kommunikationsplattform weiterentwickeln sollen.
Historischer Kontext: Ein langer Weg zur Planungsfunktion
Die aktuellen Tests sind nicht der erste Anlauf. Bereits im Februar 2026 berichtete das Portal t-online.de von ersten Hinweisen auf eine ähnliche Funktion in einer iOS-Betaversion mit der Nummer 26.7.10.72. Im Juni 2026 folgte laut dem Portal onlinemarketing.de ein weiterer Testlauf über TestFlight, der die Funktion sowohl für Einzel- als auch für Gruppenchats erprobte. Die jetzige Sichtung in der Android-Beta 2.26.40.7 im Oktober 2026 ist damit der bislang konkreteste und am weitesten fortgeschrittene Entwicklungsstand.
Diese Zeitlinie zeigt ein typisches Muster bei der Entwicklung neuer WhatsApp-Funktionen: Hinweise tauchen zunächst vereinzelt in Beta-Versionen einer Plattform auf, verschwinden teilweise wieder, kehren in überarbeiteter Form zurück und werden erst nach mehreren Testrunden für eine breitere Nutzerbasis freigegeben. Wer die Berichterstattung der vergangenen Monate verfolgt hat, konnte die schrittweise Reifung der Funktion von einer vagen Beta-Spur zu einem mittlerweile klar beschriebenen Feature mit festen Regeln nachvollziehen.
| Zeitpunkt | Plattform / Version | Beobachtung | Quelle |
|---|---|---|---|
| Februar 2026 | iOS-Beta 26.7.10.72 | Erste Hinweise auf Verfassen mit Datum/Uhrzeit-Auswahl | t-online.de |
| Juni 2026 | iOS TestFlight | Tests für Einzel- und Gruppenchats parallel | onlinemarketing.de |
| Oktober 2026 | Android-Beta 2.26.40.7 | Breiterer Test mit Zeitfenster 10 Minuten bis 2 Wochen | WABetaInfo / borncity.com |
| 12. Oktober 2026 | Android-Beta | Erste deutschsprachige Berichterstattung über den Rollout | t3n.de |
Konkurrenzvergleich: Telegram, Signal und iMessage
Im Vergleich zur Konkurrenz holt WhatsApp mit dieser Funktion eher auf, als dass es Neuland betritt. Telegram bietet eine Terminierungsfunktion für Nachrichten bereits seit mehreren Jahren an und gilt in diesem Punkt branchenweit als Referenz. Auch das futurezone.at-Portal verweist in seiner Berichterstattung auf diesen Vergleich und beschreibt die Bedienung der WhatsApp-Funktion als ähnlich zu der bei Telegram bekannten Lösung über ein Menü am unteren Bildschirmrand. Signal, das stark auf Datensparsamkeit und Verschlüsselung setzt, bietet in seiner Standardversion keine vergleichbar umfassende native Terminierung für einzelne Nachrichten.
Bei Apples iMessage lässt sich eine zeitversetzte Zustellung bislang nur über Umwege mit der Kurzbefehle-App realisieren, nicht aber direkt in der Nachrichten-App selbst. WhatsApp zieht mit der neuen Funktion also zu Telegram auf und schließt zugleich eine Lücke gegenüber Signal und iMessage. Für Nutzer, die bislang aus funktionalen Gründen zwischen mehreren Messengern wechseln mussten, könnte das ein Argument sein, stärker bei einer einzigen App zu bleiben – ein Effekt, der aus Sicht von Meta naturgemäß erwünscht ist.
Marktbedeutung: Was die Funktion für Milliarden Nutzer bedeutet
WhatsApp gehört zu den weltweit am stärksten verbreiteten Kommunikations-Apps und ist insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz der mit großem Abstand meistgenutzte Messenger. Jede Funktionsänderung in dieser Größenordnung wirkt sich entsprechend breit aus, selbst wenn sie zunächst nur in einer kleinen Beta-Gruppe getestet wird. Schon die mediale Aufmerksamkeit, die die aktuelle Testphase erzeugt hat – von t3n.de über borncity.com bis zu infranken.de und PC-WELT – zeigt, wie groß das Interesse an dieser vermeintlich kleinen Komfortfunktion ist.
Gerade im DACH-Raum, wo WhatsApp sowohl privat als auch für kleinere geschäftliche Kommunikation stark genutzt wird, dürfte die Funktion rasch auf Nachfrage stoßen. Kleine Unternehmen, Vereine und Selbstständige, die Kundenkommunikation teilweise über den privaten oder WhatsApp-Business-Kanal abwickeln, könnten die Terminierungsfunktion künftig nutzen, um Erinnerungen an Termine, Rechnungsfälligkeiten oder Veranstaltungen vorab zu planen, statt sie jeweils manuell zum richtigen Zeitpunkt zu verschicken.
Sicherheits- und Datenschutzfragen bei geplanten Nachrichten
Offen bleibt bislang, wie sich die Terminierungsfunktion mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von WhatsApp verträgt, die für das Unternehmen traditionell ein zentrales Werbeargument ist. Keine der verfügbaren Quellen liefert derzeit technische Details dazu, wie und wo eine geplante, aber noch nicht versendete Nachricht zwischengespeichert wird, bevor sie zugestellt wird. Diese Frage dürfte für sicherheitsbewusste Nutzer und für Unternehmen, die WhatsApp im beruflichen Kontext einsetzen, relevant werden, sobald die Funktion über den Beta-Status hinauswächst.
Auch unklar ist, ob eine geplante Nachricht versendet wird, wenn das Smartphone zum festgelegten Zeitpunkt offline ist, oder ob der Versand dann verzögert erfolgt, sobald wieder eine Verbindung besteht. Solche Detailfragen sind typisch für frühe Beta-Phasen und werden häufig erst mit fortschreitendem Rollout öffentlich dokumentiert. Unternehmen, die ihre IT-Sicherheit ernst nehmen, sollten solche offenen Punkte im Blick behalten, bevor sie Planungsfunktionen in sensiblen Kommunikationsabläufen einsetzen – ein Thema, das sich mit den generellen Abwägungen rund um Endpoint-Sicherheitslösungen deckt, die Unternehmen ohnehin für ihre Kommunikationskanäle treffen müssen.
Auswirkungen auf Unternehmen und Marketing-Teams
Für Marketing- und Vertriebsteams, die WhatsApp Business nutzen, eröffnet eine native Terminierungsfunktion neue Möglichkeiten, ohne auf externe Automatisierungs-Tools zurückgreifen zu müssen. Bislang setzen viele Unternehmen für die zeitgesteuerte Kundenkommunikation auf Drittanbieter-Software oder auf die offizielle WhatsApp Business API mit angebundenen Automatisierungsplattformen. Eine native Lösung direkt in der App könnte diesen Bedarf zumindest für einfache Anwendungsfälle verringern, auch wenn die aktuell getestete Funktion laut den vorliegenden Berichten zunächst für die reguläre Verbraucher-App und nicht ausdrücklich für die Business-Variante beschrieben wird.
Interessant ist der Vergleich zur Softwareentwicklung selbst: Genauso wie Entwicklerteams zunehmend auf KI-gestützte Werkzeuge setzen, um repetitive Aufgaben zu automatisieren – etwa im direkten Vergleich zwischen Cursor und Claude Code oder beim Aufbau eigener KI-Coding-Agenten – verfolgt auch Meta mit der WhatsApp-Planungsfunktion das Ziel, wiederkehrende, zeitabhängige Aufgaben aus der manuellen Bedienung herauszunehmen und zu automatisieren. Der Unterschied liegt im Anwendungsfall, das Prinzip der Automatisierung ist aber dasselbe.
Analyse: Zwischen Komfort und Kontrollverlust
Bei aller Begeisterung über neue Funktionen lohnt sich ein nüchterner Blick auf mögliche Nachteile. Eine automatisch versendete Nachricht kann in der Zwischenzeit ihren Kontext verlieren. Wer beispielsweise eine Nachricht zu einem bestimmten Thema plant, das Thema aber zwischenzeitlich mit der betroffenen Person bereits anders besprochen hat, könnte eine inhaltlich überholte Nachricht verschickt bekommen, wenn er die Verwaltungsübersicht im Chat-Info-Bildschirm nicht rechtzeitig prüft. Die von WABetaInfo beschriebene Möglichkeit, geplante Nachrichten vor dem Versand einzusehen und zu löschen, wird damit zu einem wichtigen Sicherheitsnetz, dessen Nutzung Anwender sich aktiv angewöhnen müssen.
Auch die Gruppenchat-Regel, nach der nur zum Planungszeitpunkt vorhandene Mitglieder die Nachricht erhalten, kann zu Verwirrung führen, wenn Nutzer dieses Verhalten nicht kennen. Wer etwa für ein künftiges Gruppenevent plant und davon ausgeht, dass alle bis zum Versandtag beigetretenen Mitglieder informiert werden, könnte überrascht sein, wenn neue Mitglieder die Nachricht nicht erhalten. Solche Detailregeln sind aus technischer Sicht nachvollziehbar, erfordern aber eine klare Kommunikation seitens WhatsApp, sobald die Funktion über die Beta-Phase hinausgeht, damit Fehlannahmen vermieden werden.
Vergleich der Kernmerkmale im Überblick
Um den aktuellen Entwicklungsstand übersichtlich zusammenzufassen, listet die folgende Tabelle die bislang bestätigten technischen Eckdaten der WhatsApp-Planungsfunktion auf, so wie sie von WABetaInfo, borncity.com, t3n.de und PC-WELT berichtet wurden.
| Merkmal | Aktueller Stand laut Berichten |
|---|---|
| Funktionsname | „Scheduled Messages“ / geplante Nachrichten |
| Verfügbarkeit | Nur ausgewählte Android-Beta-Tester, keine allgemeine Freigabe |
| Getestete Version | Android-Beta 2.26.40.7 (Google Play Store) |
| Unterstützte Inhalte | Textnachrichten, Links, Fotos, Videos |
| Aktivierung | Nachricht eingeben, Sende-Button gedrückt halten, Datum/Uhrzeit wählen |
| Frühester Versandzeitpunkt | 10 Minuten nach aktueller Uhrzeit |
| Spätester Versandzeitpunkt | Bis zu 2 Wochen im Voraus |
| Verwaltung | Eigener Bereich im Chat-Info-Bildschirm, Einsicht/Löschung möglich |
| Gruppenchat-Regel | Zustellung nur an zum Planungszeitpunkt bereits vorhandene Mitglieder |
| Preis | Keine Angabe in den vorliegenden Berichten |
Einordnung in die breitere Software-Landschaft
Die WhatsApp-Planungsfunktion reiht sich in einen allgemeinen Trend ein, bei dem Alltagssoftware zunehmend Automatisierung in bislang rein manuelle Abläufe bringt. Dieser Trend zeigt sich nicht nur bei Messengern, sondern auch in ganz anderen Software-Bereichen – etwa wenn Behörden wie in den Niederlanden auf offene, automatisierbare Systemumgebungen abseits klassischer Betriebssysteme setzen, um Prozesse planbarer und reproduzierbarer zu machen. Das zugrunde liegende Bedürfnis ist ähnlich: Menschen wollen Aufgaben einmal vorbereiten und sich dann nicht mehr aktiv darum kümmern müssen, dass sie zum richtigen Zeitpunkt ausgeführt werden.
Auch im Bereich Cybersicherheit zeigt sich, wie wichtig verlässliche, automatisierte Abläufe geworden sind. Vorfälle wie der Ransomware-Angriff auf 495 betroffene Firmen bei einem Cloud-Anbieter machen deutlich, dass automatisierte Systeme nur so gut sind wie ihre Absicherung im Hintergrund. Für eine derart weit verbreitete App wie WhatsApp bedeutet das: Je mehr automatisierte Prozesse wie geplante Nachrichten hinzukommen, desto wichtiger wird eine solide technische Grundlage, die Fehlzustellungen oder Missbrauch verhindert.
Prognosen: Wie geht es mit der Funktion weiter?
Auf Basis der bisherigen Berichterstattung und des bekannten Musters früherer WhatsApp-Features lassen sich einige Entwicklungen absehen, die allerdings als Einschätzung und nicht als bestätigte Fakten zu verstehen sind. Erstens dürfte die Funktion schrittweise auf mehr Android-Beta-Tester ausgeweitet werden, bevor sie den stabilen Kanal erreicht. Zweitens ist nach den früheren iOS-Beta-Sichtungen aus Februar und Juni 2026 davon auszugehen, dass eine vergleichbare Funktion parallel auch für iPhone-Nutzer vorbereitet wird, auch wenn dafür bislang kein offizieller Termin existiert.
Drittens erscheint es plausibel, dass WhatsApp die unterstützten Inhaltstypen im Zeitverlauf erweitert, etwa um Dokumente oder Sprachnachrichten, sollte sich das aktuelle Funktionsset in der Praxis bewähren. Viertens könnten offene Fragen rund um Verschlüsselung und Offline-Verhalten im Rahmen des weiteren Rollouts konkretisiert werden, sobald WhatsApp selbst offizielle Hilfeseiten oder Ankündigungen veröffentlicht. Fünftens ist denkbar, dass eine ähnliche Terminierungsfunktion mittelfristig auch in der WhatsApp-Business-API auftaucht, was für Unternehmen und Marketing-Teams in Deutschland besonders relevant wäre. Keiner dieser Punkte ist derzeit offiziell bestätigt, sie ergeben sich aus der Logik bisheriger Produktentwicklungen bei WhatsApp.
Was Nutzer in Deutschland jetzt wissen sollten
Wer die neue Funktion schon jetzt ausprobieren möchte, braucht Zugang zum öffentlichen Beta-Programm von WhatsApp für Android, verfügbar über den Google Play Store, und muss zusätzlich zu den Nutzern gehören, denen die Funktion bereits serverseitig freigeschaltet wurde. Da der Rollout laut WABetaInfo gestaffelt erfolgt, reicht die Installation der richtigen Beta-Version allein nicht zwingend aus. Für die breite Mehrheit der Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz bleibt die Funktion also vorerst Zukunftsmusik.
Bis zu einer allgemeinen Freigabe bleiben Nutzer auf Alternativen angewiesen, etwa auf Erinnerungs-Apps des Smartphone-Betriebssystems oder auf den Wechsel zu Messengern wie Telegram, die eine Terminierungsfunktion bereits standardmäßig anbieten. Gerade für Personen, die aus genau diesem Grund zwischen mehreren Apps pendeln, dürfte die Ankündigung ein Signal sein, dass sich eine native Lösung innerhalb von WhatsApp absehbar lohnt, ohne dass schon ein konkretes Datum für den Massen-Rollout feststeht.
Häufig gestellte Fragen zu geplanten Nachrichten bei WhatsApp
Ist die Funktion für geplante Nachrichten bei WhatsApp bereits für alle verfügbar?
Nein. Laut WABetaInfo und borncity.com wird sie aktuell nur schrittweise an ausgewählte Android-Beta-Tester über die Version 2.26.40.7 ausgespielt. Eine allgemeine Verfügbarkeit wurde bislang nicht gemeldet.
Wie weit im Voraus lässt sich eine WhatsApp-Nachricht planen?
Berichten zufolge liegt das Zeitfenster zwischen frühestens zehn Minuten und spätestens zwei Wochen nach dem Planungszeitpunkt.
Welche Inhalte lassen sich mit der neuen Funktion terminieren?
Nach aktuellem Stand unterstützt die Funktion Textnachrichten, Links, Fotos und Videos. Zu Dokumenten liegen keine Angaben vor.
Kann ich eine geplante Nachricht nachträglich löschen?
Ja. Geplante Nachrichten werden laut WABetaInfo und borncity.com in einem eigenen Bereich im Chat-Info-Bildschirm angezeigt, wo sie vor dem Versand eingesehen oder gelöscht werden können.
Erhalten alle Gruppenmitglieder eine geplante Nachricht?
Nicht zwangsläufig. Laut borncity.com wird eine geplante Nachricht nur an jene Mitglieder zugestellt, die zum Zeitpunkt der Planung bereits Teil der Gruppe waren.
Funktioniert die Terminierung auch auf dem iPhone?
Aktuelle Berichte beziehen sich auf die Android-Beta. Frühere Hinweise aus Februar und Juni 2026 deuten zwar auf parallele iOS-Tests hin, eine iOS-Version der jetzt beschriebenen Funktion ist aber nicht offiziell bestätigt.
Wird eine geplante Nachricht auch verschickt, wenn WhatsApp geschlossen ist?
Ja, laut borncity.com erfolgt der Versand automatisch zum festgelegten Zeitpunkt, auch wenn die App zu diesem Moment nicht aktiv geöffnet ist.
Kostet die neue Funktion extra?
Keine der vorliegenden Quellen nennt einen Preis für die Funktion. Bisherige WhatsApp-Kernfunktionen sind für private Nutzer kostenlos, eine Änderung dieser Praxis wurde nicht berichtet.
Jonas Neumann
Jonas Neumann ist Reporter für Cloud und Software bei TrendinTech und berichtet über Cloud-Dienste, Entwicklerwerkzeuge, Open Source und die Strategien der großen Plattformanbieter in Europa. Jonas interessiert sich besonders dafür, wie Cloud-Kosten, Datensouveränität und europäische Regulierung die Infrastrukturentscheidungen deutscher Unternehmen und Behörden beeinflussen.
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