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Fiat Multiplay: 4,45 m vereint Van, SUV und Pick-up [2026]

Tobias Krüger
Tobias KrügerReporter Hardware & Gaming
12 Min. Lesezeit
Fiat Multiplay: 4,45 m vereint Van, SUV und Pick-up [2026]

FIAT hat auf dem Pariser Autosalon 2026 ein Konzeptfahrzeug vorgestellt, das drei Fahrzeugklassen in einem Aufbau verspricht: Van, SUV und Pick-up. Die Studie trägt den Namen Multiplay und wurde vom italienischen Hersteller als Teil des Stellantis-Konzerns präsentiert. Laut der offiziellen Pressemitteilung von Stellantis Media soll der Multiplay als „Ideenlabor“ dienen, in dem FIAT neue Konzepte für künftige Fahrzeuggenerationen testet. Eine Serienversion ist bislang nicht bestätigt.

Mit 4,45 Metern Länge bewegt sich die Studie im Kompaktsegment, verspricht aber durch ein verschiebbares Heckmodul deutlich mehr Flexibilität als klassische Fahrzeuge dieser Klasse. FIAT Multiplay kombiniert damit drei Fahrzeugtypen in einem Grundgerüst und greift gleichzeitig auf ein Namensvermächtnis zurück, das viele Autofans in Deutschland noch aus den 2000er-Jahren kennen: die FIAT Multipla. Dieser Artikel ordnet ein, was an der Studie bestätigt ist, was offenbleibt und wie die Branche auf das Konzept reagiert.

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Pariser Autosalon 2026: Die Bühne für Fiats Experiment

Der Mondial de l’Auto in Paris läuft in diesem Jahr vom 12. bis 18. Oktober 2026 und zählt neben der IAA Mobility in München zu den wichtigsten europäischen Automessen. FIAT nutzte den Auftakt der Messe, um die Multiplay erstmals öffentlich zu zeigen. Die Entscheidung, ausgerechnet in Paris aufzutreten, passt zur Strategie von Stellantis, auf dem französischen Heimatmarkt des Konzerns Präsenz zu zeigen und gleichzeitig ein europäisches Fachpublikum anzusprechen, das stark auf kompakte, alltagstaugliche Fahrzeugkonzepte reagiert.

Nach Angaben des Fachportals vision-mobility.de ist der Mondial de l’Auto 2026 ohnehin stark von Studien und Mobilitätskonzepten geprägt, die weniger auf kurzfristige Serienreife als auf Markenprofilierung zielen. Die FIAT Multiplay reiht sich in dieses Muster ein: Statt eines fertigen Serienmodells zeigt die Marke ein Diskussionsangebot an Kundschaft, Presse und Wettbewerb. Das deckt sich mit der Beobachtung mehrerer Branchenmedien, dass Hersteller Messeauftritte zunehmend nutzen, um unfertige, aber publikumswirksame Ideen zu testen, bevor überhaupt eine Entscheidung über eine mögliche Serienfertigung fällt.

Fiat Multiplay im Überblick: Das ist bestätigt

Bevor es um Interpretation und Einordnung geht, lohnt sich der Blick auf die gesicherten Fakten. FIAT selbst beschreibt die Multiplay als Fahrzeug, das den Innenraum eines Vans, den Charakter eines SUV und die Funktionalität eines Pick-ups vereinen soll. Dafür verändert sich die Sitzkonfiguration: Aus einem Sechssitzer mit zusätzlichem siebtem Notsitz (6+1) wird bei Bedarf ein Viersitzer mit offener Ladefläche im Stil eines Pick-ups. Die folgende Tabelle fasst die von FIAT und mehreren Automedien bestätigten Eckdaten zusammen.

MerkmalAngabe
HerstellerFIAT (Stellantis-Konzern)
ModellnameMultiplay
StatusKonzept- bzw. Studienfahrzeug, keine bestätigte Serienversion
VorstellungMondial de l’Auto, Paris, 12.–18. Oktober 2026
Länge4,45 Meter
SitzkonzeptWandelbar: 6+1-Sitzer zu Viersitzer-Pick-up
Verwandlungsmechanismus„Metamorfosi“ – verschiebbares Heckmodul auf Schienen in der C-Säule
LadeflächeOffene Pick-up-Ladefläche in der Nutzkonfiguration
Besondere Interieur-Features„Petsenger Seat“ und „Sunseat“
Antrieb / PreisNicht bestätigt

Zu Antrieb, Reichweite, Leistungsdaten oder einem möglichen Einstiegspreis hat FIAT bislang keine Angaben veröffentlicht. Auch zu einer möglichen Serienproduktion gibt es nach Recherchen mehrerer Fachmedien, darunter automotiveworld.com, keine offizielle Bestätigung. Wer also auf konkrete technische Daten zur Multiplay wartet, muss sich vorerst mit dem Designkonzept und der Funktionsidee begnügen.

Metamorfosi: So soll die Verwandlung vom Van zum Pick-up funktionieren

Technisch-konzeptionell ist der auffälligste Aspekt der Multiplay der von FIAT so benannte Mechanismus „Metamorfosi“. Dabei gleitet ein Heckmodul auf Schienen entlang der C-Säulen-Architektur des Fahrzeugs nach hinten oder vorne und verändert so die Nutzung der hinteren Fahrzeughälfte. In der einen Stellung entsteht ein geschlossener Innenraum mit Platz für bis zu sieben Personen, in der anderen eine offene Ladefläche, die dem Fahrzeug den Charakter eines Pick-ups verleiht.

FIAT positioniert dieses Prinzip explizit als Idee, nicht als fertiges Produktionsverfahren. Genau hier liegt der Unterschied zu klassischen Umbaukonzepten, wie man sie etwa von Pick-ups mit abnehmbarem Hardtop kennt: Bei der Multiplay soll die Verwandlung laut Herstellerbeschreibung Teil der Grundarchitektur sein und nicht nachträglich angebaut werden. Wie aufwendig, wie oft wiederholbar und wie alltagstauglich dieser Mechanismus in der Praxis tatsächlich ist, lässt sich anhand der bisher veröffentlichten Informationen nicht beurteilen. FIAT selbst nennt keine Zykluszeiten, keine Gewichtsangaben für das Modul und keine Angaben zur Belastbarkeit der Schienenführung.

Aus ingenieurtechnischer Sicht ist eine verschiebbare Rahmenstruktur, die gleichzeitig crashsicher und alltagstauglich sein soll, eine anspruchsvolle Aufgabe. Verschiebbare Strukturelemente müssen zusätzliche Lastpfade im Falle eines Unfalls aufnehmen können, ohne dass die Karosseriesteifigkeit leidet. Dass FIAT dazu bislang keine technischen Details offengelegt hat, unterstreicht den Charakter der Multiplay als Diskussionsbeitrag und nicht als homologationsreifes Fahrzeug.

Design und Package: Wie 4,45 Meter für drei Fahrzeugtypen reichen sollen

Mit 4,45 Metern Länge liegt die Fiat Multiplay etwa auf dem Niveau klassischer Kompaktklasse-Fahrzeuge. Das ist bemerkenswert, weil FIAT mit dieser Größe gleichzeitig die Raumwirkung eines Vans, die optische Höhe und Bodenfreiheit eines SUV sowie die Nutzlastfunktion eines Pick-ups abdecken will. In der klassischen Fahrzeugsegmentierung schließen sich diese drei Eigenschaften meist gegenseitig aus: Vans maximieren Innenraum auf Kosten der Geländeoptik, SUVs betonen Fahrzeughöhe und Optik, Pick-ups opfern Innenraum für eine große, offene Ladefläche.

Dass FIAT diese drei Philosophien in einem einzigen, vergleichsweise kompakten Aufbau zusammenführen will, ist der eigentliche Kern der Multiplay-Idee. Die Studie versucht nicht, ein größeres Fahrzeug zu bauen, das alles kann, sondern ein kompaktes Fahrzeug, das sich je nach Bedarf verwandelt. Das römische Designstudio von FIAT beschreibt genau diesen Ansatz in der Pressemitteilung als Hinterfragen bestehender Fahrzeugregeln. Ob sich diese Designphilosophie am Ende auch wirtschaftlich rechnet, ist eine andere Frage – zusätzliche Mechanik bedeutet in der Regel zusätzliches Gewicht, zusätzliche Kosten und zusätzliche potenzielle Fehlerquellen.

Petsenger Seat und Sunseat: Die ungewöhnlichsten Interieur-Ideen

Neben dem Metamorfosi-Mechanismus hat FIAT zwei weitere Begriffe eingeführt, die auf der Messe für Gesprächsstoff sorgten: den „Petsenger Seat“ und den „Sunseat“. Beide Bezeichnungen sind reine Wortschöpfungen aus dem Hause FIAT und wurden bislang nicht mit detaillierten technischen Spezifikationen unterlegt. Der Name „Petsenger Seat“ legt nahe, dass hier ein Sitzplatz speziell für Haustiere konzipiert wurde, während „Sunseat“ auf eine Sitzlösung mit besonderem Bezug zu Licht oder Außenraum hindeutet.

Belastbare Informationen zur genauen Funktionsweise dieser beiden Features liegen bislang nicht vor. Weder FIAT noch die bisher ausgewerteten Fachmedien, etwa kreiszeitung.de, nennen technische Details zu Material, Verstellmechanik oder Sicherheitszertifizierung dieser Sitzlösungen. Erkennbar ist aber die Kommunikationsstrategie dahinter: FIAT positioniert die Multiplay nicht nur über Fahrzeugmaße und Variabilität, sondern auch über emotionale, alltagsnahe Zusatzfunktionen, die Familien, Haustierbesitzer und Freizeitnutzer gleichermaßen ansprechen sollen.

Zurück zur Multipla: Die Geschichte hinter dem Namen Multiplay

Der Name Multiplay ist kein Zufall. Er erinnert bewusst an die FIAT Multipla, einen Van, der in Deutschland vor allem durch sein ungewöhnliches Design mit versetzten Doppelscheinwerfern bekannt wurde. Die ursprüngliche Multipla positionierte sich als kompakter Van mit großzügigem Innenraum und galt lange als eines der eigenständigsten Designs im europäischen Kompaktsegment. Mit der Einstellung der Baureihe verschwand auch ein Stück Markenidentität, die FIAT seitdem immer wieder zu reaktivieren versucht.

Mit der Multiplay knüpft FIAT an dieses Erbe an, geht aber einen Schritt weiter: Statt nur die Van-Funktionalität der Multipla neu zu interpretieren, verbindet die neue Studie diese mit SUV- und Pick-up-Elementen. Das ist aus Markensicht ein geschickter Schachzug, weil der Name bei älteren Käuferschichten in Deutschland und Italien sofort Wiedererkennung auslöst, während die neue Funktionsvielfalt jüngere, trendorientierte Zielgruppen ansprechen soll. Mehrere italienische Automedien, darunter ansa.it, ordnen die Multiplay explizit als Hommage an die Multipla-Geschichte ein.

Stellantis-Strategie: Warum FIAT jetzt auf ein Ideenlabor setzt

FIAT selbst bezeichnet die Multiplay als „Ideenlabor“ für künftige Markeninnovationen. Diese Formulierung ist wichtig für die Einordnung: Es handelt sich explizit nicht um eine Produktankündigung, sondern um ein Testfeld für Konzepte, Designsprache und Nutzerfeedback. Für Stellantis als Mutterkonzern passt das in eine größere Logik. Der Konzern vereint mehr als ein Dutzend Marken unter einem Dach und nutzt Studien einzelner Marken regelmäßig, um Plattform- und Designideen zu erproben, bevor sie – wenn überhaupt – markenübergreifend in Serienmodelle einfließen.

Für FIAT als Marke ist die Multiplay zudem ein Signal nach innen und außen: Nach Jahren, in denen das Modellportfolio der Marke in vielen europäischen Märkten überschaubar blieb, zeigt der Auftritt in Paris, dass FIAT auch 2026 bereit ist, mit unkonventionellen Designideen aufzufallen. Ob daraus am Ende ein Serienfahrzeug wird, ein einzelnes Designelement in ein bestehendes Modell einfließt, oder das Konzept komplett in der Schublade verschwindet, lässt sich aus den aktuell verfügbaren Informationen nicht ableiten. Genau das unterscheidet eine Studie wie die Multiplay von einer Serienankündigung, wie man sie etwa vom Microsoft Surface Laptop Ultra aus dem Hardwarebereich kennt, wo Spezifikationen und Preis von Anfang an feststehen.

Konkurrenzvergleich: Wie andere Hersteller multifunktionale Fahrzeuge angehen

FIAT ist nicht der einzige Hersteller, der versucht, klassische Fahrzeugkategorien zu verschmelzen. International gibt es bereits Serienfahrzeuge, die ähnliche Grundideen verfolgen, allerdings ohne den wandelbaren Metamorfosi-Mechanismus der Multiplay. Die folgende Tabelle ordnet die FIAT-Studie in dieses breitere Marktumfeld ein, ohne dabei technische Daten zu unterstellen, die nicht öffentlich bestätigt sind.

Fahrzeug / KonzeptHerstellerGrundideeStatus
FIAT MultiplayFIAT (Stellantis)Van, SUV und Pick-up in einem wandelbaren Aufbau (Metamorfosi)Konzeptstudie, Paris 2026
FIAT Multipla (Original)FIATKompakter Van mit großem Innenraum, Namensgeber der StudieEingestelltes Serienmodell
Hyundai Santa CruzHyundaiCrossover mit SUV-Karosserie und offener Pick-up-LadeflächeSerienmodell (Nordamerika)
Ford MaverickFordKompakter Pick-up auf Pkw-PlattformSerienmodell (Nordamerika)
VW ID. BuzzVolkswagenElektrischer Van mit Retro-DesignSerienmodell

Der entscheidende Unterschied zur Konkurrenz liegt im Verwandlungsprinzip. Während Hyundai Santa Cruz und Ford Maverick ihre Karosserieform fest vorgeben, verspricht die Multiplay laut FIAT eine echte Transformation zwischen Fahrzeugtypen innerhalb desselben Fahrzeugs. Keines der genannten Serienmodelle bietet diese Art von struktureller Wandelbarkeit. Ob FIAT diesen Vorteil in ein marktfähiges Produkt übersetzen kann, bleibt – wie bei jeder Designstudie – offen.

Software-definierte Fahrzeuge: Die unsichtbare Technik hinter dem Konzept

Auch wenn FIAT zur Multiplay keine Angaben zu Steuerungssoftware oder Bordelektronik gemacht hat, passt die Studie thematisch in einen branchenweiten Trend: die Verschiebung vom mechanisch definierten zum softwaredefinierten Fahrzeug. Ein Mechanismus wie Metamorfosi, der verschiedene Fahrzeugmodi ermöglicht, benötigt in einer Serienversion mit hoher Wahrscheinlichkeit eine software-gesteuerte Sicherheitsüberwachung, die erkennt, in welcher Konfiguration sich das Fahrzeug gerade befindet, und Fahrassistenzsysteme entsprechend anpasst.

Diese Entwicklung erinnert an Muster, die auch außerhalb der Automobilindustrie zu beobachten sind, etwa in der Softwareentwicklung, wo Werkzeuge zunehmend automatisiert und KI-gestützt arbeiten. Wer sich für die Frage interessiert, wie stark Automatisierung und KI inzwischen auch komplexe technische Abläufe steuern, findet einen Vergleichspunkt in der Entwicklung von KI-gestützten Coding-Agenten, die ähnlich wie moderne Fahrzeugsoftware zunehmend eigenständig komplexe Zustandsänderungen überwachen und steuern müssen. Für ein Fahrzeug wie die Multiplay wäre eine vergleichbare softwareseitige Absicherung der Formwandlung eine Grundvoraussetzung für jede spätere Serienreife.

Vernetzung und Cybersicherheit: Das Risiko hinter smarten Autos

Je mehr Funktionen eines Fahrzeugs über Software und Sensorik gesteuert werden, desto größer wird auch die potenzielle Angriffsfläche für Cyberangriffe. Das betrifft nicht direkt die Multiplay als unbestätigte Studie, ist aber ein zentrales Thema für die gesamte Automobilbranche, die zunehmend vernetzte und softwaredefinierte Fahrzeuge auf den Markt bringt. Sicherheitsvorfälle bei vernetzten Industrieanlagen und Unternehmensnetzwerken zeigen regelmäßig, wie hoch die Folgekosten unzureichend abgesicherter Systeme ausfallen können.

Ein Vergleich aus einem anderen Bereich verdeutlicht die Dimension des Problems: Im Unternehmensumfeld zeigen Analysen wie der Vergleich zwischen CrowdStrike, Defender und Sophos, wie unterschiedlich teuer und aufwendig professionelle Absicherung je nach Anbieter ausfallen kann. Für Automobilhersteller, die immer mehr Funktionen – von Sitzverstellung bis Antriebssteuerung – über Software statt Mechanik regeln, wird eine vergleichbare, durchgängige Sicherheitsarchitektur zunehmend zur Pflicht und nicht mehr zur Kür.

Cloud- und KI-Infrastruktur im Fahrzeug der Zukunft

Moderne Fahrzeugkonzepte verlassen sich zunehmend auf Cloud-Anbindung, etwa für Over-the-Air-Updates, Flottendaten oder KI-gestützte Assistenzfunktionen. Zu einer möglichen Cloud-Anbindung der Multiplay hat FIAT keine Angaben gemacht, doch die generelle Richtung der Branche ist eindeutig: Fahrzeughersteller bauen zunehmend Infrastruktur auf, die in Grundzügen jener ähnelt, die Unternehmen für den Betrieb containerisierter Anwendungen nutzen.

Ein Blick auf die Kostenstruktur solcher Systeme zeigt, wie relevant dieses Thema inzwischen auch außerhalb der klassischen IT-Branche geworden ist. Der Kostenvergleich zwischen AKS, EKS und GKE macht deutlich, dass Cloud-Infrastruktur heute ein erheblicher Budgetposten ist – ein Faktor, der auch für Automobilhersteller relevant wird, sobald Fahrzeuge dauerhaft vernetzt betrieben werden. Gleichzeitig benötigen rechenintensive Fahrerassistenzsysteme leistungsfähige Hardware; vergleichbare Leistungsanforderungen zeigen sich etwa im aktuellen GPU-Vergleich zwischen RTX 5070 und RX 9070, der verdeutlicht, wie unterschiedlich Rechenleistung je nach Einsatzzweck bepreist wird.

Was weiterhin offen bleibt: Preis, Antrieb und Serienproduktion

Bei aller Designneugier bleibt die Faktenlage zur Multiplay an entscheidenden Stellen lückenhaft. FIAT hat weder einen Preis noch Angaben zu Motor, Batterie, Reichweite oder Leistung veröffentlicht. Auch zur Frage, ob und wann aus der Studie ein Serienfahrzeug werden könnte, gibt es keine offizielle Aussage. Mehrere Automedien, darunter largus.fr, weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich um eine reine Designstudie handelt, deren Zukunft ungewiss ist.

Diese Zurückhaltung ist bei Konzeptfahrzeugen nicht unüblich. Hersteller nutzen Studien häufig gezielt, um öffentliche Reaktionen und mediale Aufmerksamkeit zu testen, bevor überhaupt eine interne Entscheidung über eine Weiterentwicklung fällt. Wer also auf eine konkrete Kaufoption für die Multiplay wartet, braucht nach aktuellem Stand vor allem eines: Geduld.

5 Prognosen: Wie es mit der Fiat Multiplay weitergehen könnte

  • Einzelne Designelemente statt Komplettübernahme: Wahrscheinlicher als eine direkte Serienversion ist, dass FIAT einzelne Ideen der Multiplay – etwa Interieur-Details oder Designsprache – in künftige Serienmodelle einfließen lässt, ohne den kompletten Metamorfosi-Mechanismus zu übernehmen.
  • Markenübergreifende Nutzung bei Stellantis: Da Stellantis Plattform- und Designideen regelmäßig zwischen Marken teilt, ist denkbar, dass Teile des Konzepts auch bei anderen Konzernmarken auftauchen, sollte sich das Prinzip als praktikabel erweisen.
  • Weitere Studien auf kommenden Messen: Sollte die öffentliche Resonanz positiv ausfallen, ist eine Weiterentwicklung oder ein verfeinertes Folgekonzept auf einer der nächsten großen Automessen plausibel.
  • Keine kurzfristige Serienentscheidung: Angesichts der fehlenden Angaben zu Antrieb und Kosten ist eine schnelle Serienentscheidung unwahrscheinlich; realistischer ist ein mehrjähriger Evaluierungsprozess, wie er bei vergleichbaren Studien üblich ist.
  • Wachsender Wettbewerb um Multifunktionskonzepte: Unabhängig vom Schicksal der Multiplay dürfte der Vorstoß andere Hersteller dazu anregen, eigene Interpretationen von Van-SUV-Pick-up-Hybriden zu zeigen, da das Segment bislang kaum besetzt ist.

Diese Einschätzungen sind ausdrücklich als Prognosen und nicht als bestätigte Fakten zu verstehen. Keine davon lässt sich aus den bisher veröffentlichten FIAT-Angaben direkt ableiten, sie basieren auf allgemeinen Mustern, die in der Automobilbranche bei vergleichbaren Konzeptstudien zu beobachten sind.

Einordnung: Was die Fiat Multiplay für die Marke bedeutet

Unabhängig davon, ob die Multiplay jemals in Serie geht, erfüllt sie bereits jetzt eine Funktion: Sie sorgt für Aufmerksamkeit für eine Marke, die in den vergangenen Jahren im europäischen Vergleich eher zurückhaltend auftrat. Automedien wie autonext.co beschreiben die Studie als bewussten Versuch, FIAT wieder stärker mit Designmut und Experimentierfreude zu verbinden, nach dem Vorbild der ursprünglichen Multipla, die seinerzeit für ihr unkonventionelles Aussehen bekannt war.

Für Beobachter der Branche ist die Multiplay daher weniger ein Produkt als ein Kommunikationsinstrument: ein Testballon, der zeigt, in welche Richtung sich FIAT-Design künftig entwickeln könnte, ohne dass der Konzern sich bereits auf konkrete Zusagen zu Preis, Antrieb oder Marktstart festlegen muss. Dieses Vorgehen ist in der Automobilindustrie weit verbreitet und unterscheidet sich grundlegend von Produktankündigungen mit festem Starttermin.

Häufig gestellte Fragen zur Fiat Multiplay

Ist die Fiat Multiplay ein Serienfahrzeug?
Nein. FIAT hat die Multiplay ausdrücklich als Konzept- beziehungsweise Studienfahrzeug vorgestellt. Eine Entscheidung über eine Serienproduktion ist bislang nicht bekannt.

Wo wurde die Fiat Multiplay vorgestellt?
Die Studie feierte ihre Premiere auf dem Mondial de l’Auto in Paris, der vom 12. bis 18. Oktober 2026 stattfindet.

Wie lang ist die Fiat Multiplay?
FIAT gibt die Länge der Studie mit 4,45 Metern an, was sie etwa in der Größenordnung klassischer Kompaktklasse-Fahrzeuge positioniert.

Was bedeutet „Metamorfosi“ bei der Fiat Multiplay?
So nennt FIAT den Mechanismus, mit dem ein Heckmodul auf Schienen entlang der C-Säulen verschoben wird, um das Fahrzeug zwischen einer 6+1-Sitzer-Konfiguration und einem Viersitzer-Pick-up mit offener Ladefläche umzuwandeln.

Was sind „Petsenger Seat“ und „Sunseat“?
Das sind zwei von FIAT eingeführte Interieur-Bezeichnungen für besondere Sitzlösungen der Multiplay. Technische Details zu Funktionsweise und Zertifizierung hat FIAT bislang nicht veröffentlicht.

Welchen Antrieb hat die Fiat Multiplay?
FIAT hat dazu keine Angaben gemacht. Motor-, Batterie- oder Leistungsdaten sind aktuell nicht bekannt.

Was kostet die Fiat Multiplay?
Einen Preis hat FIAT nicht genannt. Da es sich um eine Studie ohne bestätigte Serienversion handelt, gibt es aktuell keine Preisinformation.

Hat die Fiat Multiplay etwas mit der alten Fiat Multipla zu tun?
Namentlich ja: Mehrere Automedien ordnen die Multiplay als bewusste Anspielung auf die frühere FIAT Multipla ein, die als eigenständig designter Van bekannt war. Eine technische Verwandtschaft zwischen beiden Fahrzeugen ist aus den verfügbaren Quellen nicht ersichtlich.

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Reporter Hardware & Gaming

Tobias Krüger ist Reporter für Hardware und Gaming bei TrendinTech und testet Grafikkarten, Prozessoren, Konsolen und Peripherie, während er zugleich die deutsche Spielebranche beobachtet. Tobias legt Wert auf reproduzierbare Messungen, klare Vergleiche und ehrliche Urteile, die Leserinnen und Lesern bei der Kaufentscheidung helfen.

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